Michael's Blog

FDP ist gegen eine Gefahrenabwehrverordnung, aber dann eigentlich doch wieder nicht

Was muß ich am Samstag in der Allgemeinen Zeitung lesen: Die FDP ist gegen eine Gefahrenabwehrverordnung für die Stadt Ingelheim. Aber gleichzeitig hätte sie auch gerne eine Möglichkeit, beratungsresistente Hundehalter irgendwie zu zwingen, die Hunde während der Brut- und Aufzuchtzeit (Februar bis Juni) an der Leine zu führen und die Hundehaufen nicht irgendwo zu hinterlassen.

Das ist eine Überraschung, da die Mitglieder der FDP ja leider keine Zeit hatten, am städtischen Workshop zum Thema „Diskussion des Vorschlages einer Gefahrenabwehrverordnung“, teilzunehmen. In der Presseerklärung vom Freitag, den 11.05.2018, erklärt die FDP „der Vorschlag der CDU einer Gefahrenabwehrverordnung schieße weit über das Ziel hinaus“. Warum hat man denn nicht die Chance genutzt, um an dem besagten Workshop seine Meinung einzubringen?

Der Hinweis der FDP, das Problem der freilaufenden Hunde in der Gemarkung in den Griff zu bekommen, ist nichts Neues. Bereits am 23. Februar des letzten Jahres hatte ich eine entsprechende Anfrage im Stadtrat gestellt. Aber solange keine klaren Regelungen festgelegt sind, ist auch hier das Ordnungsamt machtlos. Erst wenn ein Hund wildert, dann zieht das Landesjagdgesetz. Der immer wieder vorgetragene Wunsch, Hunde in der der Brut- und Aufzuchtzeit, an der Leine zu führen, ist zwar gut gemeint, kann aber mangels Verordnung nicht eingefordert werden.

Was für mich aber besonders ärgerlich ist, ist die Tatsache, der Löwenanteil aller Hundebesitzer verhält sich verantwortungsvoll. Nur ein kleiner Anteil der Hundebesitzer lässt seine Tiere freilaufen oder überall hinkacken und genau die müssen bestraft werden.

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