
Wir waren gestern bei der Eröffnungs-Vernissage der Ausstellung „Grab 447 – Ein fränkischer Krieger auf dem Weg ins Jenseits“ in der kING. Die Ausstellung wurde feierlich unter der Schirmherrschaft von Innenminister Michael Ebling eröffnet.
Bisher verband ich immer die Geschichte Ingelheims vor allem mit der Kaiserpfalz Karls des Großen, die um das Jahr 800 errichtet wurde. Doch neue archäologische Entdeckungen zeigen: Schon lange vor Karl dem Großen, nämlich in der Zeit von 480 bis 750 n. Chr., lebten hier bei uns in Nieder-Ingelheim die Merowinger.
Ein besonders bedeutender Fund wurde 2023 auf einem Privatgelände gemacht: Ein unberührtes Grab eines fränkischen Ritters, der um das Jahr 600 n. Chr. lebte, wurde entdeckt und vollständig geborgen.
Im großen Saal der kING sind nun für drei Wochen die originalen Überreste dieses Kriegers sowie seine Grabbeigaben zu sehen. Mich hat dabei besonders ein Höhepunkt der Ausstellung beeindruckt: Ein lebensgroßes Hologramm, das den Krieger in Bewegung zeigt – mit seiner Kleidung und Bewaffnung. Diese Darstellung macht die Vergangenheit auf faszinierende Weise greifbar.
Außerdem gibt die Ausstellung spannende Einblicke in die Arbeit der Archäologen und zeigt, wie sorgfältig und systematisch bei der Bergung und Auswertung solcher Funde vorgegangen wird.
Ich kann den Besuch allen empfehlen, die sich für Geschichte und Archäologie begeistern oder einfach neugierig darauf sind, was unter unseren Füßen alles verborgen liegt.
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