Michael's Blog

Politik

Der Neubau der Präsident-Mohr-Schule in Ober-Ingelheim beschäftigt uns nun schon seit über fünf Jahren. Die Diskussionen dazu waren und sind teilweise sehr emotional und kontrovers. Deshalb habe ich mir einmal die Mühe gemacht, die bisherigen Entwicklungen anhand alter Protokolle und Unterlagen noch einmal zusammenzufassen.

Im Jahr 2021 wurde ein Realisierungswettbewerb ausgeschrieben. Ziel war es, einen Neubau für die Präsident-Mohr-Schule zu entwerfen, inklusive Sporthalle, Mensa und Tiefgarage. Dabei waren die beiden denkmalgeschützten Altbauten mit einzubeziehen. Ich war damals als Vertreter der CDU als Mitglied in der Jury, die über die eingereichten Architektenentwürfe entschied.

Der Siegerentwurf war architektonisch durchaus interessant und für alle Juroren absolut schön. Er erinnerte an eine kleine Zwergenstadt, bestehend aus fünf freistehenden Gebäuden, die in einem großzügigen Garten verteilt waren. Doch trotz der kreativen Idee konnte dieser Entwurf nicht realisiert werden. Es waren keinerlei Zäune vorgesehen. Das ist für eine Grundschule ein absolutes No-Go. Ohne Einfriedung wäre weder die Sicherheit der Kinder gewährleistet noch eine ordentliche Pausenaufsicht möglich gewesen. Die Kinder hätten sich unkontrolliert vom Gelände entfernen können.

Deshalb haben wir uns für den zweitplatzierten Entwurf entschieden. Dieser sieht zur Hammergasse hin eine geschlossene Gebäudefront mit einem zentralen Haupteingang vor. Die denkmalgeschützten Gebäude bleiben freigestellt und werden in das neue Ensemble eingebunden. Im Zentrum des Geländes befindet sich ein terrassierter Schulhof, von dem aus alle Gebäudeteile erschlossen werden. Am südlichen Ende soll eine naturnahe Fläche für Sport, Spiel und Garten entstehen. Auf dem Gelände befindet sich auch eine alte Kelterhalle, die jedoch nicht denkmalgeschützt ist. Ein von der Stadt beauftragtes Gutachten kam zu dem Schluss, dass ein Umbau zur Mensa mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden wäre und dennoch viele bauliche Kompromisse notwendig wären. Daher wurde der Abriss der Kelterhalle einstimmig beschlossen.

Geplant war der Beginn der Bauarbeiten für das Jahr 2025, mit einer angestrebten Fertigstellung bis Sommer 2028. Eine erste Kostenschätzung aus dem Frühjahr 2024 lag bei etwa 36 Millionen Euro. Bereits im November desselben Jahres wurde diese Summe um 1,4 Millionen Euro nach oben korrigiert. Im September 2023 wurden dem Bau- und Planungsausschuss vier Umsetzungsvarianten vorgestellt, sie waren alle jedoch sehr kostenintensiv, sodass zunächst keine Entscheidung getroffen wurde.

Für uns als CDU war von Anfang an klar: Diese einmalige Gelegenheit mitten in Ober-Ingelheim muss genutzt werden, um auch den Parkdruck in Ober-Ingelheim zu reduzieren. Eine Tiefgarage unter dem Schulgelände erschien uns als aufwendige, aber gleichzeitig geniale Lösung, vor allem, weil es im Ortskern keine freien Flächen mehr gibt. Unser erster Vorschlag sah rund 80 bis 120 Stellplätze vor, in einer späteren Variante waren sogar 140 Plätze denkbar. Zu dieser Zeit koalierten wir im Stadtrat mit den Grünen und der FWG Deshalb mussten wir uns, um überhaupt die Tiefgarage bauen zu können, auf 80 Parkplätze herunterhandeln lassen.

Besonders bei den Grünen gab es damals intern hitzige Diskussionen, ob eine Tiefgarage überhaupt notwendig sei. Es wurde argumentiert, dass immer mehr Menschen auf Bahn oder ÖPNV umsteigen würden. Für mich ist das ein Märchen, das die Grünen mantraartig wiederholen. Die Realität sieht anders aus. Laut Kraftfahrt-Bundesamt, Statistischem Bundesamt und Umweltbundesamt ist die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland zwischen 2008 und 2015 um 24 Prozent auf 49,1 Millionen gestiegen und dabei sind die Fahrzeuge von Touristen, Gastarbeitern und der Lieferverkehr aus dem Ausland noch nicht einmal berücksichtigt.

Nach der letzten Kommunalwahl hat sich das Kräfteverhältnis im Stadtrat verändert. Die CDU arbeitet nun wieder mit der SPD zusammen, während Grüne und FWG in der Opposition sind. Und auf einmal sieht alles ganz anders aus. Einige Stimmen, die damals noch mitverantwortlich für den Kompromiss waren, lehnen die Tiefgarage heute strikt ab. Autos im Stadtzentrum von Ober-Ingelheim seien nun plötzlich eine Gefahr für die Schulkinder. 

Ich finde, man sollte bei einem Projekt dieser Größenordnung sachlich bleiben und die Realitäten anerkennen. Der Neubau der Präsident-Mohr-Schule ist eine wichtige Investition in unsere Bildungsinfrastruktur und er bietet gleichzeitig die Möglichkeit, den Innenstadtbereich verkehrstechnisch zu entlasten. Eine Tiefgarage ist dabei für mich ein sinnvoller und langfristig notwendiger Bestandteil der Gesamtplanung.

In den letzten Jahren ist es vermehrt zu terroristischen Angriffen auf Volksfeste gekommen, bei denen Pkws oder Lkws als Waffe eingesetzt wurden. Diese Entwicklung bereitet mir Sorgen, insbesondere im Hinblick auf die großen Veranstaltungen in meiner Heimatstadt Ingelheim, die auf dem Rotweinfestgelände an der Burgkirche stattfinden.

Das Gelände verfügt über insgesamt vier Zufahrten, die aus meiner Sicht sicherheitstechnisch unterschiedlich zu bewerten sind. Die Zufahrt über die Straße „An der Burgkirche“ erscheint aufgrund ihrer Enge weniger kritisch. Deutlich problematischer sehe ich hingegen die beiden Zufahrten über die Bürgermeister-Bauer-Straße sowie den Gehauweg. Die größte Gefahr geht meines Erachtens jedoch von einem landwirtschaftlichen Weg aus, der vom Mainzer Berg nahezu ungehindert und mit starkem Gefälle direkt auf das Festgelände führt. Sollte ein Lkw diesen Weg als Angriffsroute nutzen, wäre das Schadenspotenzial enorm.

Zurzeit kommen auf dem Gelände Betonelemente als Sperren zum Einsatz. Nach meiner Einschätzung und gestützt durch Tests unter anderem vom MDR und der DEKRA, bieten diese keinen ausreichenden Schutz gegen gezielte Angriffe mit schweren Fahrzeugen. Die Konstruktion dieser Elemente, die auf eine einfache Verlagerbarkeit mittels Stapler ausgelegt ist, führt dazu, dass sie kaum Halt auf dem Boden finden, besonders nicht auf Kopfsteinpflaster. Bei einem Aufprall mit einem Lkw können sie daher leicht verschoben werden und verlieren somit ihre Schutzfunktion.

Im Rahmen meiner Recherchen bin ich auf zahlreiche Studien und Tests gestoßen, die die Unwirksamkeit solcher Betonklötze und zugleich die Effektivität von hydraulischen Stahlpollern belegen. Eine praktikable Lösung wäre aus meiner Sicht der Einsatz solcher Poller, kombiniert mit einem System, das es ermöglicht, mobile Funksender an Rettungsfahrzeuge auszugeben. Dadurch ließen sich im Notfall die Sperren schnell öffnen, ohne die Sicherheit der Veranstaltung zu gefährden.

Ich halte es zudem für sinnvoll, auch den Sebastian-Münster-Platz in die Überlegungen einzubeziehen und bei zukünftigen Veranstaltungen entsprechend abzusichern.

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, habe ich mich mit einer Anfrage an die Stadtverwaltung gewandt. In der Antwort versicherte mir die zuständige Dezernentin, dass sich die Verwaltung mit der Prüfung alternativer Sicherungssysteme befassen werde. Dabei soll insbesondere untersucht werden, inwieweit hydraulische Einfahrsperren für die Ingelheimer Veranstaltungsflächen geeignet sind. Ebenso soll geprüft werden, ob die bestehenden Betonelemente im Sinne einer besseren Schutzwirkung ertüchtigt werden können.

Ich hoffe sehr, dass diese Prüfung zeitnah und mit der gebotenen Ernsthaftigkeit erfolgt. Zum Schutz aller Besucherinnen und Besucher unserer Feste.

 

 

Im Rahmen des Umbaus der Bushäuschen im Stadtgebiet wurde im Bau- und Planungsausschuss der Wunsch von Seiten der Grünen geäußert, alle Dächer der Bushäuschen zu begrünen. Ich selbst bin, wie auch die Anderen Ausschussmitglieder der CDU, zunächst davon ausgegangen, dass diese Begrünung auf natürlichem Wege erfolgen soll, also etwa durch Wildaussaat oder ähnliche Maßnahmen, die wenig kostenintensiv und pflegeleicht sind.

Im vorletzten Bau- und Planungsausschuss wurde jedoch von der Stadtverwaltung klargestellt, dass dies nicht der Fall ist. Stattdessen bepflanzt ein Gartenbaubetrieb die Dächer der Bushäuschen von Hand und übernimmt auch die jährliche Pflege dieser Begrünung. Für die einmalige Anpflanzung zahlt die Stadt Ingelheim pro Bushäuschen 3.100,- €. Die jährlich anfallenden Folgekosten sind bislang noch nicht bekannt.

Was mich zusätzlich beschäftigt: Es gibt bisher keine Informationen darüber, ob die bepflanzten Dächer im Sommer bewässert werden oder in einem heißen Sommer einfach vertrocknen. Sollte Letzteres eintreten, müssten im Folgejahr neue Pflanzen eingesetzt werden, was erneut Kosten verursachen würde.

Ein weiterer Aspekt ist die statische Belastung. Um das zusätzliche Gewicht von Erde und Substrat zu tragen, benötigen die Bushäuschen eine deutlich stabilere Bauweise. Laut Angaben der Stadtverwaltung kostet ein normales Bushäuschen rund 19.000,- €, während die Version mit begrüntem Dach etwa 25.000,- € pro Stück kostet.

Wenn ich mir nun vor Augen halte, dass wir in Ingelheim etwa 140 Bushaltestellen haben, wobei nicht alle mit einem Bushäuschen ausgestattet sind, dann ergibt sich dennoch ein beachtlicher Gesamtbetrag. Das gibt mir zu denken, besonders in Zeiten, in denen wir alle mit unseren Ressourcen verantwortungsvoll umgehen sollten.

Die Stadt Ingelheim hat nicht nur mit der Problematik von achtlos weggeworfenem Müll zu kämpfen, sondern steht auch vor der Herausforderung, dass sie kaum rechtliche Mittel gegen die Verursacher hat. Wenn ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes beobachtet, wie jemand Abfall auf den Boden wirft, kann er derzeit nichts Konkretes unternehmen. Der Vorfall wird notiert und an die Kreisverwaltung weitergeleitet. Es kann dann bis zu sechs Monate dauern, bis der Umweltsünder eine gebührenpflichtige Verwarnung erhält. Wenn überhaupt.

Das Hauptproblem liegt darin, dass die Ordnungsbeamten der Stadt keinerlei polizeiliche Befugnisse haben. Sie können weder die Personalien erfragen noch von jemandem verlangen, sich auszuweisen. Selbst das Recht, einen Verdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten, fehlt.

Die CDU hat bereits vor Jahren versucht, mit aller Kraft eine Gefahrenabwehrverordnung (GAV) für die Stadt Ingelheim zu etablieren. Diese Verordnung hätte Delikte wie das illegale Wegwerfen von Müll mit einem sofortigen Verwarnungsgeld geahndet. Leider stießen wir dabei bei allen und ich betone, bei ALLEN anderen Parteien auf Ablehnung.

Unser Ziel mit der Gefahrenabwehrverordnung ist es nicht, die Ingelheimer Bürger zu bevormunden, sondern die kleinen, unbelehrbaren Minderheiten, die sich nicht an Regeln halten, direkt für ihr Fehlverhalten zur Verantwortung zu ziehen. Mit einer GAV hätten die Ordnungsbeamten die Möglichkeit, unmittelbar Maßnahmen zu ergreifen und Verwarnungsgelder direkt einzufordern.

Die CDU wird sich weiterhin dafür einsetzen, Ingelheim sauberer und sicherer zu machen, indem wir Ordnungskräften die Befugnisse geben, die sie benötigen.

IMG 9358q

Die #Kommunalwahl 2024 geht in die heiße Endphase. Mit weniger als acht Wochen bis zum Wahltag am 09. Juni 2024 rücken die Europawahlen und die Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz immer näher. Während die Plakate für die Europawahlen bereits geliefert und aufgestellt werden können, ist der Aufwand für die Kommunalwahl in Ingelheim deutlich umfangreicher und erfordert eine gezielte, intensive Vorbereitung.

Hier vor Ort in Ingelheim ist das #Wahlkampfteam schon seit Wochen damit beschäftigt, nicht nur geeignete Plakate zu entwerfen, sondern diese auch drucken zu lassen, in der Stadt aufzuhängen und zu pflegen. Was zunächst wie eine einfache Aufgabe wirkt, ist in der Praxis eine echte Herausforderung. Die Koordination und Umsetzung dieser Aufgaben erfordert viel Zeit und Engagement von allen Beteiligten.

Dabei gibt es klare Vorgaben: Auf der einen Seite müssen die gestalterischen und inhaltlichen Richtlinien der #Bundes-CDU beachtet werden, um einen einheitlichen, seriösen Auftritt sicherzustellen. Auf der anderen Seite bemühen sich die lokalen Ortsverbände, Plakate zu erstellen, die die spezifischen Themen und Anliegen der Bürger vor Ort widerspiegeln. Schließlich sollen sich die Wähler mit den Inhalten identifizieren können, die ihre eigene Lebensrealität betreffen. Es gilt, eine Balance zu finden zwischen überregionalen Parteithemen und den spezifischen Bedürfnissen der örtlichen Gemeinschaft.

Ein besonders ärgerlicher Aspekt des Wahlkampfes ist jedoch der immer wiederkehrende Vandalismus, der oft im Schutz der Dunkelheit stattfindet. Plakate werden zerstört, beschmiert oder komplett entfernt. Dieser unfaire Angriff auf den demokratischen Wahlprozess ist bedauerlich und stellt eine unnötige Belastung für das ohnehin beanspruchte Team dar. Leider gehört dieser Vandalismus mittlerweile fast schon zum festen Bestandteil eines jeden Wahlkampfes.

Trotz dieser Widrigkeiten bleibt das Wahlkampfteam in Ingelheim fest entschlossen. Es geht darum, den Bürgern alle notwendigen Informationen für eine fundierte Wahlentscheidung zu bieten. Mit jedem Plakat, das aufgestellt wird, wird die Stimme der Gemeinschaft deutlicher vernehmbar und gibt den Kandidaten die Möglichkeit, ihre politischen Ideen und Visionen sichtbar zu machen.

Die Vorbereitungen für die Kommunalwahl 2024 laufen weiterhin auf Hochtouren, und das Team in Ingelheim setzt alles daran, dass die Wahl am 09. Juni erfolgreich und fair verläuft.

 

Please publish modules in offcanvas position.