In die Gestaltung des Renate-Wertheim-Platzes wurde viel Geld, Arbeit und Herzblut investiert. Für mich ist dort einer der schönsten öffentlichen Plätze Ingelheims entstanden. Deshalb ist mir wichtig, dass dieser Platz auch dauerhaft gepflegt wird und seine hohe Aufenthaltsqualität behält.
Leider musste ich feststellen, dass sich insbesondere der Zustand der Rasenflächen zunehmend verschlechterte. Das Gras stand stellenweise bis zu 30 Zentimeter hoch, Löwenzahn breitete sich immer stärker aus und der ehemals gepflegte, fast teppichartige Rasen drohte nach und nach zu verschwinden.
Grundsätzlich unterstütze ich das Ziel, öffentliche Grünflächen weniger häufig zu mähen, wenn dadurch blühende Flächen entstehen und Insekten zusätzliche Nahrung finden. Für mich muss aber genau betrachtet werden, wo eine solche naturnahe Gestaltung sinnvoll ist. Auf dem Renate-Wertheim-Platz handelt es sich um intensiv genutzte Aufenthaltsflächen, auf denen sich beispielsweise Schülerinnen und Schüler regelmäßig auf den Rasen setzen oder legen.
Hinzu kam ein weiteres Problem: Einige Hundebesitzer nutzten die Rasenflächen zunehmend als Hundetoilette. Für eine Fläche, die tagsüber von Kindern, Jugendlichen und anderen Besuchern zum Sitzen und Liegen genutzt wird, halte ich das für nicht akzeptabel.
Ich habe deshalb das Thema im Bau- und Planungsausschuss aufgegriffen und die Verwaltung gefragt, warum die Rasenflächen nicht mehr ausreichend gepflegt werden und welche Möglichkeiten bestehen, den ursprünglichen Charakter der Grünanlage zu erhalten. Gleichzeitig wollte ich wissen, ob eine entsprechende Beschilderung helfen könnte, Hunde von diesen Flächen fernzuhalten, und wie mit Beschwerden der Anwohner umgegangen wird.
Ökologische Grünflächen sind wichtig. Ebenso wichtig ist es aber, bei der Gestaltung und Pflege öffentlicher Plätze deren jeweilige Nutzung zu berücksichtigen. Der Renate-Wertheim-Platz ist für mich in erster Linie ein Aufenthalts- und Begegnungsort und sollte auch als solcher gepflegt werden.
