Erhalt eines alten Lebensbaums auf dem Ober-Ingelheimer Friedhof

Manchmal sind es die kleinen Dinge, bei denen kommunalpolitisches Engagement ganz unmittelbar gefragt ist. Bei einem Besuch des Friedhofs in Ober-Ingelheim sprach mich ein Bürger auf den Zustand eines alten Lebensbaums neben der Aussegnungshalle an.

Ich schaute mir den Baum daraufhin genauer an und musste feststellen, dass seine Sorge durchaus berechtigt war. Der große Lebensbaum, eine Thuja, wies bereits deutliche Trockenschäden auf. Nach meiner damaligen Einschätzung dürfte der Baum mindestens 70 bis 80 Jahre alt sein und hatte eine für diese Baumart beeindruckende Größe.

Dabei erinnerte ich mich daran, dass bereits Friedrich Först im Ausschuss für Klima und Umwelt auf den schlechten Zustand des Baumes hingewiesen hatte.

Für mich stellte sich deshalb die Frage, ob ein solch alter und prägender Baum tatsächlich durch Wassermangel verloren gehen muss. Gerade angesichts zunehmender Trockenperioden sollten wir versuchen, wertvolle alte Bäume möglichst lange zu erhalten.

Ich griff das Thema deshalb im Ausschuss für Umwelt und Klima auf und fragte die Verwaltung, ob die Schäden bekannt seien und welche Möglichkeiten es gebe, den Baum kurzfristig ausreichend zu bewässern. Darüber hinaus regte ich an zu prüfen, ob eine dauerhafte Bewässerungsmöglichkeit eingerichtet werden könnte. Eine Wasserentnahmestelle befand sich schließlich nur wenige Meter vom Baum entfernt.

Alte Bäume prägen das Erscheinungsbild unserer Friedhöfe und Grünanlagen über viele Jahrzehnte. Wo es mit vertretbarem Aufwand möglich ist, sollten wir alles daransetzen, sie zu erhalten.

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