Michael's Blog

26.02.2025 - Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung von terroristischen Angriffen auf Volksfeste in Ingelheim

In den letzten Jahren ist es vermehrt zu terroristischen Angriffen auf Volksfeste gekommen, bei denen Pkws oder Lkws als Waffe eingesetzt wurden. Diese Entwicklung bereitet mir Sorgen, insbesondere im Hinblick auf die großen Veranstaltungen in meiner Heimatstadt Ingelheim, die auf dem Rotweinfestgelände an der Burgkirche stattfinden.

Das Gelände verfügt über insgesamt vier Zufahrten, die aus meiner Sicht sicherheitstechnisch unterschiedlich zu bewerten sind. Die Zufahrt über die Straße „An der Burgkirche“ erscheint aufgrund ihrer Enge weniger kritisch. Deutlich problematischer sehe ich hingegen die beiden Zufahrten über die Bürgermeister-Bauer-Straße sowie den Gehauweg. Die größte Gefahr geht meines Erachtens jedoch von einem landwirtschaftlichen Weg aus, der vom Mainzer Berg nahezu ungehindert und mit starkem Gefälle direkt auf das Festgelände führt. Sollte ein Lkw diesen Weg als Angriffsroute nutzen, wäre das Schadenspotenzial enorm.

Zurzeit kommen auf dem Gelände Betonelemente als Sperren zum Einsatz. Nach meiner Einschätzung und gestützt durch Tests unter anderem vom MDR und der DEKRA, bieten diese keinen ausreichenden Schutz gegen gezielte Angriffe mit schweren Fahrzeugen. Die Konstruktion dieser Elemente, die auf eine einfache Verlagerbarkeit mittels Stapler ausgelegt ist, führt dazu, dass sie kaum Halt auf dem Boden finden, besonders nicht auf Kopfsteinpflaster. Bei einem Aufprall mit einem Lkw können sie daher leicht verschoben werden und verlieren somit ihre Schutzfunktion.

Im Rahmen meiner Recherchen bin ich auf zahlreiche Studien und Tests gestoßen, die die Unwirksamkeit solcher Betonklötze und zugleich die Effektivität von hydraulischen Stahlpollern belegen. Eine praktikable Lösung wäre aus meiner Sicht der Einsatz solcher Poller, kombiniert mit einem System, das es ermöglicht, mobile Funksender an Rettungsfahrzeuge auszugeben. Dadurch ließen sich im Notfall die Sperren schnell öffnen, ohne die Sicherheit der Veranstaltung zu gefährden.

Ich halte es zudem für sinnvoll, auch den Sebastian-Münster-Platz in die Überlegungen einzubeziehen und bei zukünftigen Veranstaltungen entsprechend abzusichern.

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, habe ich mich mit einer Anfrage an die Stadtverwaltung gewandt. In der Antwort versicherte mir die zuständige Dezernentin, dass sich die Verwaltung mit der Prüfung alternativer Sicherungssysteme befassen werde. Dabei soll insbesondere untersucht werden, inwieweit hydraulische Einfahrsperren für die Ingelheimer Veranstaltungsflächen geeignet sind. Ebenso soll geprüft werden, ob die bestehenden Betonelemente im Sinne einer besseren Schutzwirkung ertüchtigt werden können.

Ich hoffe sehr, dass diese Prüfung zeitnah und mit der gebotenen Ernsthaftigkeit erfolgt. Zum Schutz aller Besucherinnen und Besucher unserer Feste.

 

 

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