Michael's Blog

3 Millionen Euro für das Ingelheimer Krankenhaus

Um das Ingelheimer Krankenhaus vor einem finanziellen Kollaps zu bewahren, musste der Stadtrat in einer Sondersitzung, am vergangenen Donnerstag (04.10.2018) eine „Wiederbelebungsspritze“ in Höhe von 3 Millionen Euro genehmigen. Vorerst werden dem Krankenhaus aber nur 1,5 Millionen zur Verfügung gestellt, um weiter handlungsfähig zu bleiben. Die restlichen 1,5 Millionen werden erst dann überwiesen, wenn ein Gutachten über die weitere wirtschaftliche Vorgehensweise des Krankenhauses vorliegt.

Wenn wir problemlos für die dreijährige Testphase dieser gelben Leihfahrrädern 210.000 € ausgeben oder für den Winzerkeller 12-14 Millionen Euro investieren, dann dürften die 3 Millionen Euro für das Krankenhaus auch drin sein. Ich bin der Überzeugung, wenn wir in den nächsten Jahren pro Jahr bis zu 1 Million Euro dem Krankenhaus zuschießen, ist dieses Geld bestens angelegt, denn Ingelheim ist die Kreisstadt und für eine Kreisstadt ist es immens wichtig, der Stadt und dem Landkreis auch ein Krankenhaus zu bieten.

Aber es ist auch nicht zu verleugnen, unser Ingelheimer Krankenhaus ist ein direkter Konkurrent des Binger Krankenhauses. Nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung ist eines der beiden Krankenhäuser, die ja auf Sichtnähe zu den Mainzer Krankenhäusern liegen, sowieso zu viel. Sollte es aber jemals dazu kommen, dass eines der beiden Häuser nicht mehr alleine überlebensfähig ist, so bin ich mir sicher, wenn beide Städte ein neues Krankenhaus gemeinschaftlich bauen und betreiben, ist das für alle Beteiligten die beste Lösung. Was sich bei der Rheinwelle bewährt hat, wird auch hier klappen.

Wie es aber überhaupt so weit kommen konnte, dass das Ingelheimer Krankenhaus finanziell dermaßen in die Schieflage kam, muß auf jeden Fall geklärt werden. Es muß analysiert werden, ob hier in der Stadtverwaltung Jemand geschlafen hat oder ob die Verwaltung des Ingelheimer Krankenhauses gezögert hat, eine entsprechende Warnmeldung rechtzeitig abzugeben. Als logische Folge daraus sollte unverzüglich ein Aufsichtsgremium aus Mitgliedern der Stadtverwaltung und Vertretern der Stadtratsfraktionen gebildet werden, um eine Kontrolle über die Verwaltung des Krankenhauses zu haben. Denn nur so ist es möglich die städtischen Zuschüsse, auch im Sinne der Stadt Ingelheim, sinnvoll einzusetzen und ein derartiges Desaster für die Zukunft frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

 

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