Fast jede deutsche Stadt hat am Bahnhof einen Bahnhofsplatz, auf dem Marktplatz finden Veranstaltungen und der Wochenmarkt statt und am Rathaus ist der Rathausplatz. Nur in Ingelheim ist das nicht möglich. Wir haben keinen Marktplatz, sondern einen Sebastian-Münster-Platz. Das lasse ich noch irgendwie gelten, denn Sebastian Münster ist einer der bekanntesten Söhne unserer Stadt. Aber den Platz vor dem Rathaus nicht Rathausplatz, sondern Fridtjof-Nansen-Platz zu nennen, da fehlt mir das Verständnis. Fridtjof Nansen war ein Zoologe und Polarforscher. Den Friedensnobelpreis erhielt er 1922 nicht für seine Forschungsarbeiten, sondern als Delegierter und Hochkommissar für Flüchtlingsfragen in dem nach dem ersten Weltkrieg gegründeten Völkerbund. Seine Leistungen sind unbestritten, aber er war nicht ein einziges Mal in Ingelheim. Warum dann dieser Name für den zentralen Platz am Rathaus?

Ich hätte es begrüßt, wenn genau wie bei der Namensgebung der Kulturhalle, die Bürger befragt worden wären. Hier wäre eine direkte Bürgerbeteiligung, von der alle immer so gerne sprechen, sinnvoll gewesen. Ich bin überzeugt, die Mehrheit der Ingelheimer hätte für „Ratshausplatz“ gestimmt.

2019 03 28 Julia Klöckner im WBZ 057

 „Zu euch nach Ingelheim komme ich immer wieder gerne. Bei euch fühle ich mich immer so richtig wohl“ mit diesem charmanten Satz begann unsere Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner ihren Vortrag zum Thema „Gesunde Ernährung vor Ort“. Die CDU-Ingelheim hatte zu dieser Veranstaltung im Weiterbildungs-Zentrum (WBZ) eingeladen und es folgte eine erstaunlich große Menge Menschen dieser Einladung. Der große Saal des WBZ war bis auf den letzten Platz belegt. Es mussten sogar noch Tische und Stühle eilig herbeigeschafft werden, um allen Gästen Platz bieten zu können. Auch die Zusammensetzung der Zuhörer war ungewöhnlich vielfältig. Außer CDU-Mitgliedern waren Landwirte, Winzer, „ganz normale“ Bürger und sogar Mitglieder anderer Stadtratsparteien an diesem Abend der Einladung gefolgt, wissenswertes direkt von der Bundesministerin zu erfahren und in der anschließenden Diskussion ihre eigenen Probleme vortragen zu können.

Julia Klöckner bestritt den Abend charmant, redegewandt und fachlich kompetent. Es blieb fast keine Frage offen. Für die Wünsche und Probleme der Winzer und Bauern hatte sie Verständnis, war aber andererseits auch nicht zu zart die Landwirte und Bauern daran zu erinnern, dass sie auch sehr viele Hilfen vom Staat bekämen. Aber fest stand für sie, der einfachste Weg sich gesund zu ernähren, ist immer noch der, darüber nachzudenken was ich wo kaufe. Wenn ich Erdbeeren im März essen will, dann kommen die aus dem Ausland. Wie die dort produziert werden, darüber haben wir keinen oder nur einen geringen Einblick. 

Diese Ansicht deckt sich zu hundert Prozent mit meiner Überzeugung. Solange ich immer nur das Billigangebot aus dem Supermarkt kaufe, muß ich auch damit leben, mich von billig produzierten Lebensmitteln zu ernähren. Dass diese Art der Ernährung auf Dauer einen negativen Einfluss auf meine Gesundheit haben kann ist nicht von der Hand zu weisen. Ich habe noch nie gehört, dass Lebensmittelskandale in irgendeiner Form auf Wochenmärkten oder Hofläden festgestellt wurden.

Eine der Kernaussagen von Julia Klöckner war: Der Verbraucher hat es alleine mit seinem Kaufverhalten in der Hand, ob wir auch in Zukunft noch von regionalen Produzenten/Bauern kontrollierte gesunde Lebensmittel kaufen können oder nicht.

2019 03 28 Julia Klöckner im WBZ 042

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Die Idee ist simpel aber genial: Alle Sitzbänke im Außenbereich der Stadt werden mit einem Schild versehen, auf dem eine Notruf-Telefonnummer und eine Identifikationsnummer der Sitzbank steht. Und genau zu dieser Idee hat die CDU-Ingelheim in der letzten Sitzung des Stadtrates einen Antrag gestellt, der sich mit diesem Thema befasst.

In den Außenbereichen der Stadt, zum Beispiel am Rhein oder in den Weinbergen, besteht derzeit keine Möglichkeit, bei einem eventuellen Notfall, den per Handy gerufenen Hilfskräften eine genaue Positionsangabe zu machen.

Der große Vorteil von Ingelheim ist, das man, egal von welchem Punkt der Stadt aus, zu Fuß innerhalb von fünf Minuten immer im Grünen ist. Jogger, Wanderer, Biker und Hundebesitzer genießen diesen Vorteil. Da ist es auch schnell mal passiert, dass ein Biker stürzt oder ein Fußgänger umknickt oder hinfällt. Eventuelle Herzattacken oder ähnliches, bei denen es auf eine möglichst schnelle Hilfe ankommt, sind zwar selten aber umso kritischer. Tritt nun so ein Fall ein und der Notleidende oder eine weitere Person versucht per Handy Hilfe zu holen, ist es oft sehr problematisch den genauen Standort zu beschreiben.

Vorgebrachte Bedenken wie die Anzahl der Bänke, die Stadt geht von 1000 bis 1500 für den gesamten Stadtbereich aus oder das „Problem“ wie die Kennzeichnung der Schilder an den Sitzbänken aussehen soll, sind meines Erachtens unbedeutend. Wenn in der Stadt insgesamt 1000-1500 Sitzbänke stehen, stehen im Außenbereich höchstens 300-500. Da der Bauhof der Stadt für das Aufstellen und die Unterhaltung aller Sitzbänke zuständig ist, gibt es auch mit Garantie ein Verzeichnis aller aufgestellten Bänke. Jede Bank hat mit Sicherheit eine Inventarnummer und die genaue Bezeichnung des Standortes. Werden nun hier, falls nicht schon vorhanden, die GPS-Daten des Standortes hinzugefügt, kann die Rettungsleitstelle problemlos den Standort ermitteln.

Durch diese einfache aber sinnvolle Aktion wird unsere Heimatstadt Ingelheim wieder ein Stück mehr zu einer familienfreundlichen und sicheren Gesundheitsstadt, in der es sich sehr gut Leben und Arbeiten lässt.

 

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Die SPD habe ganz alleine ein neues Linienkonzept für den ÖPNV entwickelt, das sogar Heidesheim und Wackernheim einschließt, konnte man heute in einer Pressemitteilung in der Allgemeinen Zeitung lesen. Was habe ich falsch gemacht? Ich gehe seit ca. 2 ½ Jahren regelmäßig zu einem ÖPNV-Workshop ins Rathaus, der von Bürgermeisterin Eveline Breyer geleitet wird und in dem alle Stadtratsfraktionen vertreten sind. Ein externes Fachbüro hat für gutes Geld ein Linienkonzept entwickelt. Dabei wurden die Taktzeiten der einzelnen Buslinien ermittelt, die Linienführung durch die einzelnen Stadtteile komplett überarbeitet und die Vorgaben für die Ausstattung der Stadtbusse festgelegt. Die Vertreter aller Fraktionen haben diskutiert, geplant und geredet. Bis endlich nach vielen Sitzungen ein Konzept für den städtischen Busverkehr stand. Aber nun muss ich feststellen das alles umsonst war. Die Kollegen von der SPD haben ganz alleine ein Konzept entwickelt. Haben all diese Details alleine erarbeitet und durch alle Ausschüsse gebracht. Hut ab. Ich bin platt. Apropos Hut, vielleicht sollte man sich nicht mit fremden Federn schmücken, auch wenn die nächste Kommunalwahl ansteht.

 

#Ingelheim, #Beaury, #Blog, #ÖPNV, #CDU, #Linienkonzept

Um das Ingelheimer Krankenhaus vor einem finanziellen Kollaps zu bewahren, musste der Stadtrat in einer Sondersitzung, am vergangenen Donnerstag (04.10.2018) eine „Wiederbelebungsspritze“ in Höhe von 3 Millionen Euro genehmigen. Vorerst werden dem Krankenhaus aber nur 1,5 Millionen zur Verfügung gestellt, um weiter handlungsfähig zu bleiben. Die restlichen 1,5 Millionen werden erst dann überwiesen, wenn ein Gutachten über die weitere wirtschaftliche Vorgehensweise des Krankenhauses vorliegt.

Wenn wir problemlos für die dreijährige Testphase dieser gelben Leihfahrrädern 210.000 € ausgeben oder für den Winzerkeller 12-14 Millionen Euro investieren, dann dürften die 3 Millionen Euro für das Krankenhaus auch drin sein. Ich bin der Überzeugung, wenn wir in den nächsten Jahren pro Jahr bis zu 1 Million Euro dem Krankenhaus zuschießen, ist dieses Geld bestens angelegt, denn Ingelheim ist die Kreisstadt und für eine Kreisstadt ist es immens wichtig, der Stadt und dem Landkreis auch ein Krankenhaus zu bieten.

Aber es ist auch nicht zu verleugnen, unser Ingelheimer Krankenhaus ist ein direkter Konkurrent des Binger Krankenhauses. Nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung ist eines der beiden Krankenhäuser, die ja auf Sichtnähe zu den Mainzer Krankenhäusern liegen, sowieso zu viel. Sollte es aber jemals dazu kommen, dass eines der beiden Häuser nicht mehr alleine überlebensfähig ist, so bin ich mir sicher, wenn beide Städte ein neues Krankenhaus gemeinschaftlich bauen und betreiben, ist das für alle Beteiligten die beste Lösung. Was sich bei der Rheinwelle bewährt hat, wird auch hier klappen.

Wie es aber überhaupt so weit kommen konnte, dass das Ingelheimer Krankenhaus finanziell dermaßen in die Schieflage kam, muß auf jeden Fall geklärt werden. Es muß analysiert werden, ob hier in der Stadtverwaltung Jemand geschlafen hat oder ob die Verwaltung des Ingelheimer Krankenhauses gezögert hat, eine entsprechende Warnmeldung rechtzeitig abzugeben. Als logische Folge daraus sollte unverzüglich ein Aufsichtsgremium aus Mitgliedern der Stadtverwaltung und Vertretern der Stadtratsfraktionen gebildet werden, um eine Kontrolle über die Verwaltung des Krankenhauses zu haben. Denn nur so ist es möglich die städtischen Zuschüsse, auch im Sinne der Stadt Ingelheim, sinnvoll einzusetzen und ein derartiges Desaster für die Zukunft frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

 

#Beaury, #Ingelheim, #CDU, #Krankenhaus

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